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Fachkonferenz bei Herfurth & Partner zur Produkthaftung

Hannover, 06. Oktober 2015 |  Mehr als 60 Millionen Fahrzeuge wurden in 2014 in den USA wegen möglicher Mängel zurückgerufen. Das sind mehr Rückrufe als in den davor liegenden vier  Jahren zusammen. Im Jahr 2015 kam es in der ersten Jahreshälfte bereits zu 30 Millionen Rückrufen. Im zweiten Jahr wird Volkswagen die Zahl wesentlich beeinflussen. „Generell gibt es einen Trend zu mehr Rückrufen in den USA“ sagte Neil Steinkamp, Consultant aus New York auf einer Automotive-Konferenz von Herfurth & Partner und dem Automotive Cluster in Hannover mit Vertretern der Zulieferindustrie und aus der Versicherungswirtschaft. Steinkamp berät Zulieferer zu Risk-Management und Produkthaftung in den USA und verfügt über umfangreiche Daten und Analysen zu Rückrufaktionen.

Nach seiner Beobachtung werden die Dokumentations- und Berichtspflichten gegenüber der US- Verkehrsaufsicht  National Highway Traffic Administration (NHTSA) und gegenüber den Fahrzeugherstellern zunehmen. Die OEM zeigen dabei gegenüber ihren Zulieferern häufiger eine harte Haltung, wie das bestimmte Hersteller kürzlich deutlich demonstriert haben, indem sie ihre Zulieferer in vollem Umfang in die Verantwortung nehmen. „Um Risiken aus der US-Produkthaftung einzudämmen spielt das Qualitätsmanagement bei Zulieferern eine herausragende Rolle“, betonte Ulrich Herfurth, „Zulieferer müssen sich bewusst sein, dass OEM ihre Qualitätsmanagementstandards konsequent durchsetzen“. Zur Absicherung des Haftungsrisikos dient auch eine Produkthaftpflichtversicherung. Allerdings bieten Versicherungsgesellschaften Rückrufversicherungen nur zögerlich an, vertragliche Haftungsregresse werden nach Erfahrung der Versicherungsmakler oft gar nicht gedeckt. Daher empfiehlt Ray Vandenberg, US-Anwalt aus New York: „Die Unternehmensstruktur sollte so ausgestaltet sein, dass im Zweifel nur der US-Importeur oder eine Tochtergesellschaft haftet, die Haftung aber nicht auf die Muttergesellschaft durchschlägt“.

Die Kanzlei Vandenberg & Feliu LLP ist Partnerkanzlei von Herfurth & Partner, in der internationalen Alliuris Gruppe. Alliuris umfasst 31 Standorte und 450 Wirtschaftsanwälte in Europa und in den wichtigen Märkten der Welt. „Gerade die Verbindung zu den USA hat in den letzten Jahren wieder wachsende Bedeutung gewonnen“ erklärte Ulrich Herfurth, der als Chairman die Alliuris Gruppe führt.

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