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Standpunkte  |  Hannover, 28.05.2018  |  Die Telekom versucht mit ihrer neuen Ankündigung zur Erschließung der letzten Meile bis in die Häuser mit Glasfaserkabeln, wiederum ihre Vormachtstellung in der Breitbandversorgung zu zementieren. Ein solches Monopol für die letzte Meile würde die Versorgung und die Auswahlmöglichkeiten der Verbraucher wesentlich einschränken.

Richtig wäre hingegen, wenn die Telekom oder jeder beliebige andere Anbieter die Glasfaserkabel als Infrastrukturmaßnahme zur Daseinsvorsorge auch auf der letzten Meile verlegen, diese dann aber beliebigen Medienanbietern zur Verfügung stellen.

Dabei besteht die Gefahr einer Diskriminierung anderer Anbieter, weil der Kabeleigentümer seine eigenen Dienste bevorzugt. Die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde wird also genau darauf achten müssen, ob die Telekom die von ihr gebauten Netzzugänge zu fairen Konditionen, diskriminierungsfrei und wettbewerblich zur Verfügung stellt.

Besser bewährt sich das schwedische Modell des whole sale, bei dem der Kabeleigentümer keinerlei Mediendienste anbietet, sondern ausschließlich Kabelkapazitäten an Medienanbieter vermietet.

Ulrich Herfurth    

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